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Schreibroutinen und Motivation

Motivation und Routinen für's Schreiben

Wer mir auf Instagram folgt weiß, dass ich jetzt mit Ende Februar meinen ganz persönlichen Schreibmonat hinter mir habe. Ich habe mich an ein neues Romanprojekt gewagt und mir für den vergangenen Monat zum Ziel gesetzt, jeden Tag mindestens 1.000 Wörter dafür zu schreiben. Wie ich es geschafft habe, mich einen ganzen Monat lang täglich für's Schreiben zu motivieren und welche Routinen mir dabei geholfen haben, möchte ich dir in diesem Blogbeitrag erzählen.

 

1. Planung

Gut geplant ist halb geschrieben... nun ja, nicht ganz. Aber eine gute Planung ermöglichte es mir, in einen Schreibfluss zu gelangen und auch zu bleiben. Während die Idee ein halbes Jahr in meinem Kopf kreiste und ich sie gedanklich immer weiter ausbaute, begann ich etwa zwei Monate vor dem Schreibbeginn mit dem strukturierten Plotten. Die Szenen wurden geordnet, die Geschichte anhand der Heldenreise und der 4-Akt-Struktur geplant und die Figuren bekamen Charakter- und Gesichtszüge. Außerdem schrieb ich alle Konflikte und Probleme auf und überlegte mir Lösungen dazu. So hatte ich schließlich beim Schreiben den Kopf frei. Ich wusste im Großen und Ganzen, wie meine Geschichte verlaufen würde und musste mir keine Sorgen machen, ob derSpannungsbogen gut genug sei oder ob die Figuren genug Tiefe hatten. Das erstellte Grundgerüst gab mir die Stütze und bot gleichzeitig auch genug Freiraum, dass spontane Ideen in den Text fließen konnten und meine Protagonisten auch manchmal ihren eigenen Kopf durchsetzen konnten.

 

2. Schreibziele setzen

Mein persönliches Schreibziel für den Februar war es, jeden Tag 1.000 Wörter zu schreiben. Wenn du dir ein Schreibziel setzt, solltest du manches beachten, damit es dich auch wirklich zum Erfolg bringt.

  • Setze dir ein realistisches Ziel, das zu dir und deinem Alltag passt. Vergleiche dich dabei nicht mit anderen AutorInnen! Manche schaffen es, über 3.000 Wöter täglich zu schreiben, andere bewegen sich in der Woche im Hunderter-Bereich. Solange du schreibst und dich wohl dabei fühlst, hast du schon das Wichtigste erreicht. Und nicht vergessen: Qualität zählt mehr als Quantität. (Außerdem motiviert es einen viel mehr, wenn man das Ziel niedriger ansetzt und es öfter überschreitet, als wenn man sich täglich zum Erfolg quälen muss.)
  • Erlaube dir auch manchmal, das Ziel nicht zu erreichen. Lass dich von einer zwischenzeitlichen Niederlage nicht entmutigen, sondern schöpfe aus einer Schreibpause Kraft, die du später wieder zu Wörtern umwandeln kannst.
  • Erzähle anderen von deinen Schreibzielen. Es hilft dir, motiviert weiter zu arbeiten und vielleicht gewinnst du auch einen Schreibpartner, der im selben Zeitraum ähnliche Ziele wie du verfolgen will. Mir war es auch wichtig, meinem Umfeld davon zu erzählen, damit sie Verständnis dafür hatten, wenn ich meine Zeit gerade in Ruhe meinem Manuskript widmen wollte.

 

3. Persönliche Bedürfnisse berücksichtigen

Im Februar hat das Schreiben einen größeren Teil als sonst von meinem Alltag beansprucht. Umso wichtiger war mir, dass ich mich stets wohl dabei gefühlt hatte. Da ich kein besonderer Morgenmensch bin, hatte ich am Vormittag oft wenig Lust zu schreiben. Meine kreativen Stunden beginnen erst am Nachmittag und reichen bis in die späten Abendstunden. Meistens konnte ich mir den Tag so einteilen, dass ich genau dann Zeit zum Schreiben hatte. Außerdem achtete ich immer auf eine positive Stimmung, wenn ich mich an den Laptop setzte. Genügend Sport, Bewegung an der frischen Luft und eine gesunde Ernährung waren Faktoren für mich, die mein Wohlbefinden aufrecht erhielten.

 

4. Mentale Motivation

Wenn meine Stimmung wirklich an einem Tiefpunkt angelangt war, konzentrierte ich mich auf meine mentale Einstellung. Ich stellte mir intensiv das Gefühl der Freude vor, das ich später beim Schreiben haben würde. Wie ich wieder in den Flow geraten und gar nicht mehr zu tippen aufhören wollen würde. Auch der Gedanke an das Erfolgsgefühl motivierte mich, wie ich später stolz auf mich sein könnte, wenn ich das Tagesziel der 1.000 Wörter erreicht habe. Und meistens blieb es nicht bei nur 1.000 Wörtern, weil mich der Schreibfluss mit sich riss und ich nichts lieber tun wollte, als meinem schönen Hobby nachzugehen.

 

Kannst du dir vorstellen, einen dieser Tipps für deine eigene Schreibroutine anzuwenden? Oder verfolgst du bereits andere Methoden, die dich zum Erfolg bringen? Ich freue mich sehr, wenn du mir in einem Kommentar darüber erzählst.

 

Viel Erfolg bei all deinen zukünftigen Schreibprojekten wünscht dir

Nicole Hettegger

 

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